Die "Geschichte der Stadt Bochum" von Franz Darpe, das

800-Seiten-Grundlagenwerk sämtlicher ernsthafter

Bochum-Forschung in Mittelalter und Neuzeit,

ist seit viele Jahrzehnten bei den Verlagen

und im Buchhandel vergriffen,

und nur seltenes Finderglück, fast immer gepaart mit einem sehr

hohen finanziellen Einsatz, vermochten - hatte man "ihn" nicht

geerbt - antiquarisch zu "einem echten Darpe" zu verhelfen.

 

"Darpe in Sicht!"

 

Eberhard Brand

 

Die Bochumer Antiquariat GmbH und die Kortum-Gesellschaft Bochum e.V. geben, um diesen "Notstand" zu beheben, das Zentralwerk der Bochumer Geschichte im Herbst dieses Jahres als Neudruck heraus, damit "der Darpe" endlich wieder vorliegt, wenn in Bochum, in Westfalen und anderswo im kommenden Jahr an den 150. Geburtstag von Franz Darpe erinnert werden wird.

Die "Bochumer Zeitpunkte" bringen als Information und Anregung den Einführungstext zur Darpe-Neuauflage als Vorabdruck:

Einführung

Als Franz Darpe am 1. Juli 1894 das sechste und letzte Stück seiner "Geschichte der Stadt Bochum" vorlegte, kam sein Werk gleichzeitig auch als Gesamtausgabe heraus, als Veröffentlichung "aus einem Guß". Darpes "Geschichte der Stadt Bochum" war vom Schuljahr 1887/88 bis zum Schuljahr 1893/94 in sechs Einzellieferungen jeweils als Beilage zu den Jahresberichten des Bochumer Städtischen Gymnasiums erschienen, gedruckt bei Wilhelm Stumpf in Bochum.Die Reihenfolge der sechs Lieferungen - Textteil Mittelalter, Urkunden-bücher Mittelalter und Neuzeit, Textteile Neuzeit A bis C - wurde zum Teil durch "gehäufte anderweitige Berufsarbeit" bestimmt, wie Darpe im Vorwort zur zweiten Lieferung einräumt, geht er doch gleichzeitig seinem Hauptberufe als 1. Oberlehrer am Städtischen Gymnasium in Bochum nach.Erst die bei Adolf Stumpf erschienene Gesamtausgabe von 1894, nach derdieser Nachdruck besorgt wurde, realisiert die ursprünglich geplante Abfolge: Textteile Mittelalter und Neuzeit, Urkundenbücher Mittelalter und Neuzeit.

Franz Darpe ist mit diesem grundlegendem Werk zum Nestor der Bochumer Geschichtsschreibung geworden, und es ist gar nicht vorstellbar, daß in der Zukunft ihm jemand diesen Ehrentitel streitig machen könnte. Dabei war Darpe kein gebürtiger Bochumer. Er entstammte einer alteingesessenen Bürgerfamilie aus Warendorf im Münsterland, wo er am 25. September 1842, als Sohn des Friedrich Christian Darpe - Küster und Organist an St. Laurentius zu Warendorf - und dessen Ehefrau, Maria Ma-gareta Elisabeth, geb. Pöhlmann, geboren wurde. In seiner Heimatstadt besuchte er nach der Volksschule das Gymnasium Laurentianum (gegründet 1329), studierte an der Königlichen Preußischen Akademie in Münster Altphilologie und Geschichte, promovierte am 8. August 1865 mit dem höchsten Prädikat "summa cum laude" zum Doktor der Philosophie und legte am 1. Februar 1866 die Lehramtsprüfung ab. Lehramtsanwärter war Darpe an der wohl ältesten Schule weit und breit, dem altehrwürdigen Gymnasium Paulinum in Münster (gegründet 797) und zwar in den Jahren 1866 und 1867. In der Folgezeit ging er für etwa 11/2 Jahre als Hauslehrer nach Berlin und arbeitete von 1868 bis 1883 als Lehrer bzw. Oberlehrer am Gymnasium Dio-nysianum in Rheine (gegründet 1658).

Vom Herbst 1883 bis zum Herbst 1896, runde 13 Jahre lang, wirkte Franz Darpe in Bochum. Und hatte er sich in seiner Rheiner Zeit intensiv mit der Geschichte von Rheine und Umgebung befaßt - diese Arbeiten zogen sich noch spürbar in die Bochumer Zeit hinein -, so befaßte er sich, als er Bochum schon verlassen hatte, in seiner Coesfelder Zeit, noch ausgesprochen intensiv mit Bochum und seiner Region.

Es stellte sich die Frage, warum Darpe Bochum verließ, eine Wirkungsstätte, die ihm Anerkennung und Genugtuung lebenslang gesichert hätte. Ein undatierter Lebenslauf, der offensichtlich 1895 oder 1896 mit einer Bewerbung auf eine Direktorenstelle an einem nicht näher bezeichneten Gymnasium in Verbindung gebracht werden muß, gibt die Antwort (Stadtarchiv Bochum, Nachlaß Darpe, 14): der erfolgreiche Darpe hatte mehrfach ausgesprochenes Pech bei seinen Bewerbungen. Die erste zerschlug sich, da ihn sein Bochumer Gymnasium nicht fristgerecht freigeben konnte; eine weitere Bewerbung - Darpe war schon von allen entscheidenden Stellen designiert - platzte, weil die Statuten des ausersehenen Gymnasiums einen geistlichen Herrn als Schulleiter forderten, und schließlich in Bochum konnte der Katholik Darpe nicht seinen katholischen Direktor im Amte beerben, da die hiesigen Statuten bei Direktionswechsel auch einen Konfessionswechsel verlangten... So kam es, daß der inzwischen bereits zum Königlichen Gymnasial-Direktor beförderte Professor Doktor Darpe unsere Stadt verlassen mußte, um andernorts, im "gutkatholischen" Coesfeld, Direktor des dortigen Gymnasiums Nepomucenum (gegründet 1627) zu werden.

Es fällt auf, daß Franz Darpe, ein historisch außergewöhnlich gebildeter und interessierter Mann, überall dort, wohin er berufsbedingt verpflanzt wurde, an Ort und Stelle nach historischen Wurzeln suchte. Es hegt wohl auf der Hand, daß er stets seine persönliche Identität mit der historisch gewachsenen Identität seines jeweiligen Umfeldes zu verbinden bemüht war.

So verwundert es gar nicht, daß Darpe auch in Coesfeld, seiner letzten Wirkungsstätte, ein Urkundenbuch (1908) und eine kurzgefaßte Stadtgeschichte (1909) erstellte. Lediglich in seiner Geburtsstadt Warendorf, über die Darpe nicht geforscht und publiziert hat, beklagt man den Umstand, von Darpe nicht bedacht worden zu sein.

Unvergessen bleiben - neben vielen anderen Publikationen Darpes zum Beispiel auch die Geschichte des Münsterlandes und der Grafschaft Mark - die "Geschichtlichen Einleitungen" und die Begleittexte zu folgenden Bänden von Ludorffs Bau- und Kunstdenkmälern Westfalens:

Kreis Bochum-Stadt (1906),

Kreis Bochum-Lar.d (1907),

Kreis Gelsenkirchen-Land (1908),

Kreis Gelsenkirchen-Stadt (1908),

Kreis Hattingen (1909),

Kreis Hagen-Stadt (1910),

Kreis Hagen-Land (1910),

Kreis Witten-Stadt (1910).

Erst zwei Jahre nach Darpes Tod - er verstarb am 24. April 1911 - erschien in dieser Reihe noch sein Band "Kreis Coesfeld" (1913).

Ein Blick auf die - mit Ausnahme des erst 1860 gegründeten Bochumer Gymnasiums - stets weit zurückreichenden Gründungsjahre all der traditionsreichen Schulen, an denen Darpe als Schüler, Lehramtsanwärter, Lehrer, Oberlehrer oder Direktor tätig war, läßt vermuten und erwarten, daß ein dort heimischer und nach außen hin so erfolgreicher Lehrer auch zur Schule schlechthin, zu den guten Traditionen des Lehrerstandes und dessen fruchtbringendem Verhältnis zu einer als Zukunftsträger begriffenen Schülerschaft eine ungebrochene und von Grund auf positive Einstellung gehabt haben muß. Leider ist über den Pädagogen Darpe, sein Verhältnis zu Kollegen und vor allem zu seinen Schülern, über sein Wirken in den Klassen kaum etwas geschrieben worden, zu breiten Raum nimmt stets die Würdigung des Historikers Darpe ein.

Eine andere Facette seines schulischen Wirkens hingegen ist durchaus bekannt und in manchen Einzelheiten überliefert: Darpe war Mitbegründer und über 27 Jahre hindurch - bis zu seinem Tode - der Vorsitzende des Philologenverbandes von Westfalen, wodurch er sich als herausragender Vertreter seines Berufsstandes beachtliche Verdienste und bleibende Anerkennung erwarb.

Im Stadtarchiv Bochum, das eine Reihe nachgelassener Dokumente aus Darpes Leben verwahrt, befinden sich aus seiner Bochumer Zeit - neben dem schon genannten Lebenslauf - einige weitere interessante Originale:

- die Ernennungsurkunde zum 1. Oberlehrer am Gymnasium in Bochum (heute Gymnasium am Ostring) durch das Gymnasial-Curato-rium zu Bochum vom 19. Juni 1883 (NL Darpe 10);

- die Verleihungsurkunde zum Pro
fessoren-Patent durch den Minister
der Geistlichen, Unterrichts- und
Medizinalangelegenheiten, Gohler,
Berlin, 14. März 1885 (NL Darpe ii);

- das Zeugnis über die Verleihung des Roten Adler-Ordens 4. Klasse durch die Generalkommission in Angelegenheiten der Königlich Preußischen Orden, von Kauch, Berlin, 18. Dezember 1891 (NL Darpe 12);

- die Benachrichtigung über die Verleihung des Ranges der Räte 4. Klasse durch Kaiser und König Wilhelm II., vom Königlichen Provinzi-al-Schul-Kollegium zu Münster, 27. April 1893 (NL Darpe 13);

- die Ernennungsurkunde zum Königlichen Gymnasial-Direktor durch Kaiser und König Wilhelm IL, Berlin, 27. Mai 1896 (NL Darpe 15).

In die Bochumer Wirkungsphase Franz Darpes, die - wie unschwer zu erkennen ist - begleitet war durch hohe Ehrungen und mannigfache Anerkennung der beruflichen und außerberuflichen Qualifikationen, fielen die gründlichen Studien, die Darpe der Aufarbeitung der Bochumer Geschichte gewidmet hat. Als erstem gelang ihm, aufbauend auf den Arbeiten seiner Vorgänger in der Bochumer Geschichtsschreibung - Darpe selbst nennt Kortum, von Steinen und Greve -, "die Heranziehung des gesamten, in Staats- und Stadt-, Guts- und Pfarrarchiven sowie in den Kindlingerschen Manuskriptbänden vorhandenen reichen Urkunden- und Aktenmaterials". Es darf angenommen werden, daß Darpe das seinerzeit bekannte Quellenmaterial erschöpfend aufgespürt und kompetent genutzt hat, und da er auch Urkunden und Akten teils bearbeitet, teils in seinen Urkundenbü-chern abgedruckt hat, die durch die Weltkriege unseres Jahrhunderts oder durch andere Umstände verlorengegangen sind, kommt seiner "Geschichte der Stadt Bochum" stellenweise bereits selbst Quellencharakter zu.

Ein interessanter Punkt bedarf der klärenden Erläuterung: neben einer Tafel mit alten Bochumer Siegeln gab Darpe seinem Werk einen Stadtplan bei, zu dem er im Vorwort zur Gesamtausgabe von 1894 folgendes ausführte: "Die beigefügte Ansicht der Stadt Bochum aus der Zeit um 1700 ist, da die Beschaffenheit des Originals eine Vervielfältigung ausschloß, durch eine Abzeichnung des Originalbildes gewonnen...". Hier irrt Darpe, denn jeder Kundige (von heute!) sieht sofort, daß bei dieser "Ansicht der Stadt Bochum aus der Zeit um 1700" Kortums selbstgefertigter Stadtplan von 1790 die Vorlage war.Darpe hat folglich den Originalplan Kortums von 1790 nicht gekannt; das wirkliche Original wurde - wie Höffken 1924 in "Die Heimat" (Heft 8) berichtet - vom Direktor des Bochumer Stadtmuseums und späteren ersten Bochumer Stadtarchivar, Bernhard Kleff, um 1920 "in den Auslagen eines kleinen Buchbinderladens entdeckt und für die Stadt erworben" (S.200). Erstveröffentlicht wurde das Kortumsche Original in der gleichen Zeitschrift (S. 203), die mehrere Beiträge zu Kortum - in Erinnerung an dessen 100. Todestag - enthält. Darpe hat für sein Werk eine Abzeichnung einer Abzeichnung anfertigen lassen, die falsch datiert war. Seine Vorlage war ohne jeden Zweifel eine ebenfalls im Bochumer Stadtarchiv vorhandene Abzeichnung des Kortumplans von 1790, deren unstimmige Bezeichnung Anlaß für Darpes irrtümliche Datierung war. Der Plan selbst hat die Abmessungen 38,3 cm x 313 cm und ist nicht koloriert; ausgeführt wurde die Abzeichnung mit sepiabrauner Tinte, an einigen Stellen scheinen Korrekturen oder Ergänzungen mit schwarzer Tinte vorgenommen zu sein. Der Plan ist auf Karton aufgezogen und durch zwei Linien umrandet. Unter dem Plan steht in kalligraphischen Lettern - im Stil der Zeit um 1860 - zu lesen:

"Plan der Stadt Bochum aus dem Ende des 17. Jahrhunderts Geschenk des Herrn Theodor Cramer".

Richtig wäre natürlich die Einordnung in das Ende des 18. Jahrhunderts (1790) gewesen, und es ist festzuhalten, daß die Datierung "1790" im Originalplan Kortums eindeutig und gut lesbar ist. Auch diese Tatsache spricht ohne weiteres dafür, daß Darpe nur die falsch datierte Abzeichnung aus dem Besitz des Bochumer Tabakfabrikanten Cramer, nicht aber Kortums Original kannte.

Leider ist der Origianlplan, dieses wichtige Unikat aus der Hand Kortums, das er seiner Stadtgeschichte von 1790 beigegeben hatte, nach dem 2. Weltkrieg verlorengegangen.

Für das Studium der mittelalterlichen und neuzeitlichen Geschichte Bochums und seines Raumes ist Darpes "Geschichte der Stadt Bochum" unentbehrlich und - auch in der Zukunft -durch nichts zu ersetzen. Dieser Satz gilt uneingeschränkt für das gesamte Mittelalter und für die Neuzeit bis ca. 1840. Die folgenden 50 Jahre bis zu Herausgabe des Gesamtwerkes (1894) - von Darpe als die "jüngste" Zeit bezeichnet - hat er "nur in einer Übersicht über die Entwicklung der gesamten Verhältnisse" behandelt, was seinen Grund in der geringen historischen Distanz wie auch in dem stark eingeschränkten Zugriff auf damals noch laufende Aktenvorgänge gehabt haben dürfte.

Festzuhalten bleibt also, Darpes "Geschichte der Stadt Bochum" ist vor ca. 100 Jahren entstanden, sie ist und bleibt die Materialgrundlage sämtlicher Bochumforschung, die über unser Jahrhundert zurückgreift, und sie umfaßt - in gültiger Weise - die bekannte Bochumer Geschichte, ausgenommen sind die letzten 150 Jahre. Diese spürbare Lücke füllt zum Teil das verdienstvolle Werk von Karl Brinkmann, "Bochum - Aus der Geschichte einer Großstadt des Ruhrge-biets" (1. Auflage, Bochum 1950). Doch auch Brinkmanns Werk hat -selbst in der 2., aktualisierten Auflage von 1968 - seine eindeutigen Grenzen, die in der Hauptsache aus den mangelhaften Erkenntnismöglichkeiten der Nachkriegszeit, die die verschiedensten Ursachen hatten, resultieren. So bleibt zu hoffen, zu wünschen und zu fordern, daß in absehbarer Zeit Brinkmanns Werk - als notwendige Ergänzung zu Darpe -(vor allem für die Jahre ab 1933) gründlich überarbeitet und fortge-schrieben werden wird.

Eine abschließende Bemerkung zu Darpe: die Arbeit mit seiner "Geschichte der Stadt Bochum" als dem zentralen Werk der Bochumer Geschichtsschreibung könnte noch effektiver sein, stünde ein ungehindert zugänglicher Registerband zur Verfügung. Glücklicherweise existiert ein"Namens-, Orts- und Sachregister für Franz Darpes Geschichte der Stadt Bochum - mit Urkundenbuch - erschienen zu Bochum 1888-1894, erstellt von Synodalarchivpfleger Wolfgang Werbeck, Bochum, 1979". Dieser DIN-A-4-Band ist ein differenziertes, leistungsstarkes Register. Es wurde mit einem kaum vorstellbaren Arbeitsaufwand durch den Bochumer Superintendent a.D. Wolfgang Werbeck, der selbst ein hervorragender Kenner der Materie ist, geschaffen, "als Manuskript vervielfältigt und herausgegeben durch das Stadtarchiv Bochum". Dieser Registerband hat aber nicht weniger als 353 einseitig bedruckte Blätter und ist nur in denkbar geringer Stückzahl - die Auflage betrug vermutlich weniger als 20 Exemplare -hergestellt worden und entsprechend kaum verfügbar. Ein auch die Rückseiten nutzender, leicht verkleinerter Nachdruck des Werbeck-Registers zu Darpe ist geplant und mit einem Umfang von 180 Seiten realisierbar. Es ist das Anliegen der Herausgeber, der Bochumer Antiquariat GmbH - hervorgegangen aus der bekannten Bochumer Buchhandlung Hengstenberg - und der Kortum-Gesellschaft Bochum e.V. - Vereinigung für Heimatkunde, Stadtgeschichte und Denkmalschutz -, daß der Werbecksche Registerband als stadtgeschichtliches Desiderat ersten Ranges so schnell wie möglich dem Nachdruck von Darpes "Geschichte der Stadt Bochum" zur Seite gestellt werden soll, damit dieses endlich wieder verfügbare Zentralwerk der Bochumer Geschichtsschreibung auch optimal genutzt werden kann.

Während Darpe seinem 800-Seiten-Werk an Abbildungen nur eine Siegeltafel und einen Stadtgrundriß beigegeben hat - den früher oft fälschlich als Bochum eingeschätzten Merianstich "Böckhem" weist er zu Recht als Darstellung der Stadt Beckum im Stift Münster zurück -, haben sich die Herausgeber des Darpe-Nachdrucks entschlossen, diesen durch den Zyklus von 19 Abbildungen unserer Stadt aus Darpes letzten Bochumer Jahren in einem Anhang zu ergänzen. Die zweite Abbildung stellt übrigens das Gymnasium dar, Darpes langjährige Wirkungsstätte. Unter dem Titel "Album von Bochum" (Original in der Sammlung des Verfassers) erschienen im hiesigen Verlag von C. Mönnigfeld zwischen 1895 und 1898 im ganzen 18 Abbildungen von Bochumer Gebäuden und eine Übersichtsdarstellung des Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahlfabrikation. Erstellt und gedruckt wurden die Lithographien beim ortsansässigen Verlag von Wilhelm Stumpf. Diese Bilderfolge ist von beachtlicher Qualität und wird in dieser Ausgabe erstmals vollständig veröffentlicht.

Möge der Bilderzyklus, zu dem in seiner künstlerisch-gestalterischen Geschlossenheit und seiner historisch atmosphärischen Darstellungsleistung gültige Alternativen nicht bekannt sind, eine tragfähige Brücke bilden zwischen dem Leser und Betrachter von heute und Bochums großem Geschichtsschreiber - Franz Darpe.

 

Impressum

Bochumer Zeitpunkte Beiträge zur Stadtgeschichte, Heimatkunde und Denkmalpflege Jahrgang 1, Heft 1 / 1991

 

Herausgeber:

Kortum-Gesellschaft Bochum e.V.

Vereinigung für Heimatkunde, Stadtgeschichte und Denkmalschutz

 

Redaktion:

Eberhard Brand, Dr. Hans H. Hanke, Peter Kracht;

Heft 1/91 in Zusammenarbeit mit Frauke Bezold, Hans W.Bimbel, Uwe Peters und Hans-Christian Zehnter

 

Verlag:

Peter Kracht - Verlag Limbeckstraße 24, 4630 Bochum 7 (Werne) Tel.: 0234/263327

ISSN 0940-5453

 

Für namentlich gekennzeichnete Beiträge sind die Verfasser persönlich verantwortlich.