Natur und Geschichte: Tippelsberg und Berger Mühle

 

Hans-Christian Zehnter, Uwe Peters, Frauke Bezold

 

Das Naturschutzgebiet Tippelsberg / Berger Mühle umfaßt mit seiner räumlichen Ausdehnung von 17,9 ha die Kernzone des Landschaftsschutzgebietes Nr. 1 des jüngsten Entwurfes zum Landschaftsplan der Stadt Bochum von 1989. Das Naturschutzgebiet an der Herner Stadtgrenze, das insgesamt etwa 219 ha große Landschaftsschutzgebiet (im folgen­den LSG) liegt im Norden Bochums an der Stadtgrenze zu Herne und er­faßt die Ortsteile Riemke, Grumme, Bergen und Hiltrop (siehe Abb.1). Die Grenzen dieses Gebietes sind von Menschenhand gesetzt:

 

- im Norden durch angrenzende Siedlungseinheiten auf Herner Gebiet sowie durch die Bergener Straße,

- im Süden durch die Hiltroper- und Tippelsberger Straße,

- im Westen durch die Zillertalstrasse, - im Osten durch die Wiescherstrasse und durch die Wohnbebauung ent­lang der Schulteschen Heide. Schließlich zerschneidet die BAB 43 das LSG in seiner Ost-West-Erstrek­kung in eine Nord- und eine Südhälf­te.

Bochum liegt im Übergangsbereich zwischen der westfälischen Tieflands­bucht, als Ausläufer des Münsterlän­der Kreidebeckens, im Norden und dem Bergisch-Sauerländischen Gebir­ge im Süden als Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Das Berger Tal wie­derum liegt im sog. Westenhellweg, ei­ner größeren naturräumlichen Unter­einheit der westfälischen Tieflands­bucht (siehe Abb. 2).

Grenzen im direkten nord-westlichen Umfeld noch die obere und mittlere Terrasse der Emscher an das Tal an, so verraten die eiszeitlichen Ablage­rungen der sogenannten Castroper Höhenschotter den ehemaligen eis­zeitlichen Verlauf der alten Hochter­rasse der Ruhr.

 

nach Verlassen der Zillertalstraße tal­einwärts, so erblickt man ein Bachtal, dessen Aue von einem zunächst noch flachen, offenen Landschaftsbild - ge­prägt durch Hochstaudenfluren und künstliche Teichanlagen - in der Ferne zu einem schmalen, schluchtartigen und dichten Laubmischwaldgebiet an­steigt. Mit diesem Längstal, das den Mühlen- und den Dorneburger-Bach sowie die Stembergstraße aufnimmt, handelt es sich um die Kernzone des LSGs, die naturräumlich noch einmal als Berger Tal abgegrenzt wird. Das abwechslungsreiche Relief des gesam­ten LSGs wird durch die Vielfalt der Vegetationsformen und Pflanzenge­sellschaften zusätzlich betont: "Laub­wälder umsäumen das Haupttal und stocken teilweise auch auf den Mul­den der Seitentäler und Siepen. Stel­lenweise haben sich auf dem frischen bis nassen Talgrund ... Pionierholzar­ten ausgebreitet. Große Flächen des Haupttales werden von Feuchtwiesen Hochstaudenfluren und Seggenrie­dern bedeckt, die von ... Quellbächen durchsetzt sind. Dort, wo sich Haupt­tal und Seitentäler verbreitern und öff­nen, bereichern Grünland und Äcker das Landschaftsbild" (FLEUSTER, KAPLAN & SELL 1978, S. 65).

Weite Bereiche des Untergrundes sind wasserundurchlässig oder zumin­dest wasserstauend. Dies ist auf den sogenannten Emscher Mergel aus der Kreidezeit zurückzuführen. Durch ihn bildet sich ein besonders reicher Was­serhorizont aus. Die wasserführenden Schichten lassen kleine, aber stellen­weise ausgiebig schüttende Quellen zutage treten, die die zahlreichen klei­nen Rinnsale und Bäche des LSGs speisen. Der Untergrund des Emscher Mergels sowie die nur leichte Neigung der Talsohle von etwa 5° bedingen die stellenweise starke Vernässung der Siepen. Schließlich sammeln sich die Wassermengen im Mühlenbach bzw. Dorneburger Bach, der das Tal in westlicher Richtung entwässert.

Auch das Klima des Tales erweist sich als ungewöhnlich für das Bochumer Stadtgebiet. Dessen langjähriger Mit­telwert der Lufttemperatur liegt mit 10,2 °C deutlich höher als die Durch­schnittstemperatur des Berger Tales mit ca. 8,2 °C. So muß das Tal dem kühlen Freiraumklima zugeordnet werden.

 

"Der erste Eindruck" - Das Landschaftsbild

 

Das LSG überrascht inmitten eines Siedlungsschwerpunktes des Ruhrge­bietes durch ein reiches Landschafts­bild. Betritt man die Stembergstraße nach Verlassen der Zillertalstraße taleinwärts, so erblickt man ein Bachtal, dessen Aue von einem zunächst noch flachen, offenen Landschaftsbild - geprägt durch Hochstaudenfluren und künstliche Teichanlagen - in der Ferne zu einem schmalen, schluchtartigen und dichten Laubmischwaldgebiet ansteigt. Mit diesem Längstal, das den Mühlen- und den Dorneburger-Bach sowie die Stembergstraße aufnimmt, handelt es sich um die Kernzone des LSGs, die naturräumlich noch einmal als Berger Tal abgegrenzt wird. Das abwechslungreiche Relief des gesamten LSGs wird durch die Vielfalt der Vegetationsformen und Pflanzengesellschaften zusätzlich betont: "Laubwälder umsäumen das Haupttal und stocken teilweise auch auf den Mulden der Seitentäler und Siepen. Stellenweise haben sich auf dem frischen bis nassen Talgrund ... Pionierholzarten ausgebreitet. Große Flächen des Haupttales werden von Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren und Seggenrie-dern bedeckt, die von ... Quellbächen durchsetzt sind. Dort, wo sich Haupttal und Seitentäler verbreitern und öffnen, bereichern Grünland und Äcker das Landschaftsbild" (FLEUSTER, KAPLAN & SELL1978, S. 65).

 

Weite Bereiche des Untergrundes sind wasserundurchlässig oder zumindest wasserstauend. Dies ist auf den sogenannten Emscher Mergel aus der Kreidezeit zurückzuführen. Durch ihn bildet sich ein besonders reicher Wasserhorizont aus. Die wasserführenden Schichten lassen kleine, aber stellenweise ausgiebig schüttende Quellen zutage treten, die die zahlreichen kleinen Rinnsale und Bäche des LSGs speisen. Der Untergrund des Emscher Mergels sowie die nur leichte Neigung der Talsohle von etwa 5° bedingen die stellenweise starke Vernässung der Siepen. Schließlich sammeln sich die Wassermengen im Mühlenbach bzw. Dorneburger Bach, der das Tal in westlicher Richtung entwässert.

 

Auch das Klima des Tales erweist sich als ungewöhnlich für das Bochumer Stadtgebiet. Dessen langjähriger Mittelwert der Lufttemperatur hegt mit 10,2 °C deutlich höher als die Durchschnittstemperatur des Berger Tales mit ca. 8,2 °C. So muß das Tal dem kühlen Freiraumklima zugeordnet werden.

 

Als besonders eindrucksvoll erweisen sich Strahlungsnächte, in denen kalte Luft die Hänge herabsinkt und sich im Tal sammelt. Große Tag-Nacht-Tem­peraturschwankungen sind die Folge.

 

Geschichte

 

In einer Beilage des BOCHUMER ANZEIGERS vom 9.6.1926 heißt es zum Berger Tal: "... hier konnte man träumen und wähnen, allem Lärm der Großstadt entrückt sein. Von alten Tagen erzählt das Mühlenrad, vom Riesen, der auf dem Tippelsberg wohnte, ... , von Rittern, die weiter un­ten. sich am Mühlenbach eine Burg er­baut, umgeben von einer Dor­nenhecke." Der Name des Dornebur­ger Bachs zeugt noch heute von dieser Sage. Sicherlich würde es einem poetisch begabten Geschichtsschreiber nicht schwerfallen, dieses rosige Bild bis an die Grenze zwischen "Sagenhaftem" und Geschichtsdokumentation auszu­schmücken. Wir wollen dies jedoch vermeiden. Stattdessen möchten wir mit der nun etwas ausführlicher beschriebenen Geschichte des Berger Tales doku­mentieren, wie wichtig es sein kann, historische Dokumente in die ökologi­sche Bewertung des gegenwärtigen Zustandes eines Biotopes einfließen zu lassen. Es gilt auch hier wie so oft: "Der Schein trügt".

 

Die erste Dokumentation des noch heute existierenden Anwesens der "Berger Mühle" geht bis ins 13. Jh. zu­rück. Noch bis etwa 1830 blieb dann vor allem die Landwirtschaft flächen­beherrschend, bis sie schließlich durch das Vordringen des Bergbaus abgelöst wurde. Nahezu 85% der Fläche des heutigen LSGs nahmen damals Acker­land, Wiesen und Weiden ein. Sogar noch länger - bis etwa 1850 - prägten Wiesen und vernäßte Siepen und nicht etwa Wälder das Bild des heutigen Quellwaldes und seiner heutigen po­tentiellen Standorte. Seitdem aber er­folgte bei forcierter Verdrängung der Landwirtschaft eine Durchmischung von Bergbau, Industrie und Wohnen. Der Bau der Großschachtanlagen Constantin VI und VII in den Jahren 1901 bis 1906 an der Hiltroper Straße sollte einschneidende Änderungen mit sich bringen. Weite Teile des Tales wurden für den Grubenbedarf abge­holzt. Die Wässer der Kohlenwäsche mit einer stark phenolhaltigen Schlammflut von ca. 40.000 t pro Jahr flossen bis 1906 ungeklärt in den Müh­lenbach und überschwemmten das ganze Tal - einschließlich des heutigen Quellwaldbestandes. Verbandsunge­bundene Naturschützer setzten sich dann jedoch schnell für den Schutz des Tales ein. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, daß ab 1906 die Abwässer eigens durch eine im Tal verlegte Ka­nalisation einer Kläranlage zugeleitet wurden.

 

Mit dem Bau der zweiten Schachtan­lage an der Hiltroper Straße im Jahre 1910 gehörten zum Einzugsgebiet des Berger Tales nun zwei der größten und leistungsfähigsten Zechen Bochums (Belegschaftszahlen im Jahr 1957: 4900 bzw. 4200 Beschäftigte). Jetzt veränderte sich das Siedlungsbild drastisch. Die Vororte entwickelten sich zu verstädterten Industriegemein­den mit ihren typischen zechennahen Kolonien. "1919, nach dem ersten Weltkrieg, nahm die Zechengesellschaft "Constantin der Große weite Flächen des Gebietes in Besitz. Es kam die Idee zur Gründung von "Zechenwäldern" auf, die für sichere Bauholzvorräte sorgen sollten ... Auch die Mühle wurde an die Zechengesell­schaft verkauft_" (PETERS 1988). Im Zuge dieser Planungen kam es zu ei­nem tiefgreifenden Wandel des Tales. In Richtung Riemke wurden große Flächen aufgeforstet, wie offenbar ebenso der heutige Erlenbestand des Quellwaldes gepflanzt wurde. Nach­haltig wirkte sich auch die Verlage­rung der Wasserführung durch die Anlage von Gräben aus, deren Was­sereinspeisungen vermutlich das nicht mehr abtrocknende Sumpfgelände des Quellwaldes zur Konsequenz hatten. Für die Zeit des Dritten Reiches be­steht bisher eine Wissenslücke in der jüngeren Geschichte des LSGs. Be­kannt ist nur der Bau eines Munitions­lagers und einer aufwendigen Flak­Stellung am Stemberg. Recherchen im Rahmen des Schulunterrichts wären eine lohnenswerte und sicherlich spannende Aufgabe!

 

Auch nach dem zweiten Weltkrieg hielten die Eingriffe ins natürliche Landschaftsgefüge unvermindert an. "1956 plante die Stadt Bochum eine Auffüllung der Siepen mit Zechenab­raum. 1961 waren die Planungen zum Ausbau der B 51 (heute BAB 43) fer­tiggestellt. Danach sollte ein riesiger Damm das Tal zerteilen. Der Dammfuß hätte den heutigen Quellwald noch erreicht" (PETERS 1988). Wie­derum konnten - diesesmal amtliche - Naturschützer durch den Vorschlag der heutigen Brückenlösung Schlim­meres verhindern. Im selben Jahr be­warb sich die Stadt Bochum um die Ausrichtung der Bundesgartenschau im Tippelsberger Tal. Noch bis in die Mitte der siebziger Jahre nutzten zwei benachbarte Ziegeleien den anstehen­den Emscher Mergel der Hangan­schnitte.

 

1972 kaufte die Stadt Bochum das vor­mals in Krupp-Besitz Übergegangene Tippelsberger Tal für 9 Millionen Mark wieder auf - nicht ohne mit neu­en Planungen für das Tal aufzuwarten.

 

Der Kampf um den Naturschutz seit Mitte der 70er Jahre

 

Die Euphorie der Freizeit- und Re­vierparks erfaßte nun auch das Tip­pelsberger Tal. Vier Teiche als "Seenkette" sollten den Lauf des Dor­neburger Baches von der Quelle bis zur Einmündung in die Kanalisation prägen. In Vorarbeiten hierzu wurde eilig die Fläche der dem jetzigen Quellwald benachbarten Ersatzgesell­schaft abgeholzt.

 

Ruderbootverleib, Sommercafe, En­tenfütterung, Wildgehege, Rasenflä­chen und Rundwege sollten den ehemaligen Sumpf mit wertvollen Seg­gengesellschaften, überwucherten Bombentrichtern als Habitat aller ein­heimischen Molcharten und den vie­len Amphibienlaichplätzen endlich "nutzbar" machen. Auch die restlichen Flächen des heutigen LSGs wurden in jene Planungen mit einbezogen, das gesamte Gelände mit einem Kosten­aufwand von 37.000.000 DM in einen Freizeitpark zu verwandeln. Was mal­te man sich da nicht alles aus: Skihang, Rodelhang, Strandbad, Reiterhof, Tennishallenanlage für jedermann, In­dianerspielplatz, Tageszelten ...

 

1978 fiel dann jedoch der Blick der Wissenschaftler der Ruhr-Universität auf dieses Gebiet. Besonderheiten und Schutzwürdigkeit wurden Gegenstand der wissenschaftlichen Literatur. Die Planungen wurden auf nunmehr zwei Teiche beschränkt, die als Regenwas­serrückhaltebecken dienen sollten. Zusätzlich gab es die wertvolle Zusi­cherung, daß in dem noch intakten und besonders schutzwürdigen Quellwald keinerlei Eingriffe vorgenommen werden. Die 1982 unter großer Beteiligung von Ökologen der Ruhr-Universität ge­gründete Kreisgruppe des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) richtete ihr Augen­merk auf die nun begonnenen Maß­nahmen zum Ausbau der Teiche. In langen, aber sehr kooperativen Ver­handlungen mit dem Grünflächenamt wurde erreicht, daB der obere - nahe dem Quellwald liegende - Teich in ei­ner gemeinsam getragenen Aktion na­turnah bepflanzt wurde.

 

Die Planung übernahm der BUND. Das Teichprofil wurde so verändert, daß Pflanzungen überhaupt erst mög­lich wurden. Im Herbst 1983 war es dann so weit: Die Stadt Bochum stell­te Fahrzeuge, Gerätschaften und Pflanzmaterial. Zwanzig Naturschüt­zer pflanzten 500 Rohrkolben, 1000 Schilfstecklinge, 300 Wasserschwaden, Schwanenblumen, Wasserschwertli­lien, Teich- und Seerosen ... Wie ver­loren wirkte jedoch diese scheinbar riesige Menge entlang des 200 m lan­gen Uferstreifens! Aber schon im nächsten Jahr zeigte sich der Erfolg und in den folgenden Jahren konnte eine typische Sukzessionsreihe - fast wie im Lehrbuch - beobachtet werden. Die guten Erfahrungen wurden 1985 vom Grünflächenamt aufgegriffen, um auch den zweiten Teich gemeinsam mit dem BUND naturnah zu gestalten. Hier verläuft die Entwicklung auf­grund des ungünstigeren Teichprofils deutlich langsamer, so daß die Sukzes­sion noch nicht so weit fortgeschritten ist und sich derzeit als ein lohnendes Beobachtungsobjekt darstellt.

 

Der unverminderte Einsatz der Bo­chumer Naturschutzverbände, sowie eine sich allmählich auch nach ökolo­gischen Gesichtspunkten ausrichtende Politik sorgten schließlich dafür, daB das Berger Tal mit der öffentlichen Bckanntmachung vom 17.10.1989 end­lich den Status eines Naturschutzge­bietes erhielt (siehe Abb. i). Leider sind such damit den Beein­trächtigungen der Natur kein Ende gesetzt. Der seit den 50er Jahren ra­pide steigende Individualverkehr er­zwang den Ausbau des Verkehrs­netzes und setzte damit für viele Tier­arten unüberwindbare Barrieren. Die im vergleichbaren Maße zunehmende Wohnbebauung entlang der umliegenden Verkehrsadern potenziert die iso­lierende Wirkung. Spätestens seit die­ser Zeit leben die Populationen vor allem bodengebundener Tierarten (wie Amphibien und teilweise auch Laufkäfer) ohne Verbindungsmöglich­keiten zu Nachbarhabitaten. Eine sol­che `Verinselung' kann dauerhaft nur durch die Integration in ein Biotop­verbundsystem aufgehoben werden. Im vorliegenden Falle bieten sich hier­zu die naheliegenden Flächen des Grummer Tales, des Hiltroper Volks­parks und des Hofsteder Weihers an. Hierbei ist von aktuellem Interesse, daß das Berger Tal derzeit in die Pla­nungen der "Internationalen Bauaus­stellung Emscher Park" integriert wird. Insofern erweist es sich unmittel­bar als Veranschaulichungsbeispiel des Biotopverbundkonzeptes. Hierbei kann auf bereits vorhandene gebiets­bezogene Entwürfe verwiesen werden. (siehe hierzu: BEZOLD 1988; WEH­LAU 1989). Nicht zuletzt sei aber auch auf die mit dem Straßenbau einhergehende Schwermetallbelastung im Pflanzen­und Bodenbereich hingewiesen, die am Beispiel der Immissionen im Quellwaldbestand - verursacht von der BAB 43 - nachgewiesen werden konn­te (siehe Abb. 3).

 

Eine Schwermetallbelastung ganz ei­gener Art verursachte der ehemalige Tontaubenschießstand im nordöstli­chen Bereich des Tales. Stellenweise erwies sich die Menge der Bleischrot­kugeln im Boden als derartig hoch, daB man beinah hätte versucht sein können, Blei im Tagebau gewinnen zu wollen ... Inzwischen jedoch wurde im Rahmen des "Naturschutzprogramm Ruhrgebiet" des Landes NRW eine Rekultivierung des Geländes versucht. Das für ein im Siedlungsbereich unter­dessen typische gewordene Problem der Belastung durch Freizeitbetrieb kann ebenfalls eindrucksvoll am Ber­ger Tal studiert werden. Neben den vehementen Störungen durch Erho­lungssuchende (u.a. dichtes Wegenetz, Kleingartenanlage, Wasservogelfütte­rung, Modellbootsport, Angeln, wildes Zelten) sind immer wieder auch direk­te Vernichtungen von Pflanzen- und Tierbeständen zu beobachten. Das noch bis vor wenigen Jahren regelmä­ßig abgehaltene Pfingstturnier des an­sässigen Reitvereines sei hier nur stellvertretend genannt. Ein sicherlich eklatanteres Beispiel ist das alljährlich sich wiederholende Bild von in großer Zahl überfahrener Amphibien entlang ihres Laichwanderweges quer zur Stembergstraße. Jedoch zeichnet sich inzwischen eine Lösung ab, nachdem sich seit 1985 eine naturliebende An­wohnerin im aufopferungsvollen. Ein­satz Jahr für Jahr um die Rettung der Tiere bemüht hat. Die Stadt Bochum bietet nun an, u.a. einen Krötenzaun anzulegen. Allerdings bedarf diese Lösung der Mitarbeit vieler Freiwilli­ger.

 

In diesem Zusammenhang muB je­doch auch die Anlage der beiden Tei­che kritisch kommentiert werden. Stillgewässer gehören nicht in ein na­türliches Bachsystem. Ihre eutrophie­rende Wirkung (u.a. durch Erwär­mung) vermindern die Wasserqualität eines Fließgewässers. Ihre Barriere­wirkung in Richtung des Bachverlau­fes verhindert typische Tierwan­derungen. Im hiesigen Fall stellen die beiden Teiche zudem einen bedenkli­chen Eingriff in das Artengleichge­wicht der Amphibienzönose dar. Die Erdkröte wird erheblich gefördert, während der Feuersalamander - durch die Lage der Teiche quer zu seinem Laichwanderweg - stark zurückge­drängt wird.

 

Um am Ende dieses Kapitels noch einmal auf die eingangs erwähnte Volksmund-Weisheit zurückzukehren: Der Besucher des Berger Tales ist zu­nächst verführt, von einer naturnahen Landschaft zu sprechen. Dieser kurze Abriß zur Geschichte des Berger Ta­les schildert jedoch eindringlich, daß sich eine anfangs auch von Wissen­schaftlern der Ruhr-Universität Bo­chum getroffene Einschätzung über die Naturnähe des Berger Tales als voreilig erwiesen hat.

 

 

Riesenschachtelhalm und Moschuskraut

 

Gerade die heutigen floristischen und vegetationskundlichen Aspekte ma­chen das Berger Tal bis über die Bo­chumer Stadtgrenzen hinaus bekannt. Von zentraler Bedeutung ist hier si­cherlich der ca. 0,5 ha große Erlen­Eschen-Quellwald in seiner riesen­schachtelhalmreichen Variante. Man wird der floristischen Vielfalt und den vegetationskundlichen Eigenheiten

des Tales jedoch ganz sicher nicht durch die folgende kurze Darstellung gerecht. In diesem Zusammenhang sei auf weiterführende Literatur verwiesen, von der im Literaturverzeichnis eine Auswahl angegeben ist.

Der Erlen-Eschen-Quellwald genügt schon für sich genommen dem An­spruch, zu den wertvollsten Biotopen im Bochumer Stadtgebiet gerechnet werden zu können. Schließlich ist eine solche Assoziation bereits in die bis­her in der Bundesrepublik einzige Li­ste gefährdeter Pflanzengesellschaften - jene Schleswig-Holsteins - aufge­nommen. Durch seine hiesige Varian­te mit dem weit über die Grenzen des eigentlichen Quellwaldes hinausrei­chenden Massenbestand des Riesen­schachtelhalms erhält der Bestand überdies auch überregional einzigarti­ge Bedeutung. Indes erreicht er bei weitem nicht seine natürliche Ausdeh­nung. Durch die bereits im vorherge­henden Kapitel erwähnten verschie­densten Eingriffe in den Naturhaus­halt ist er auf die kleine Fläche in der Nähe der Autobahn zurückgedrängt. Weitere potentielle Standorte sind ei­nerseits die direkt an den Bestand an­grenzende Feuchtwiese sowie an­dererseits das Tal des Mühlenbaches nordöstlich des Bestandes.

Der floristische Wert des gesamten Landschaftsschutzgebietes ergibt sich vor allem durch die vergleichsweise hohe Artenzahl sowie durch das Vor­kommen lokal seltener und gefährde­ter Arten. Mehr als 200 Gefäß­pflanzen sind zu finden.

Von den Feuchstandorten bedürfen folgende Arten besonderer Erwäh­nung: Rispensegge (Ca= paniculata) mit ihren aspektbestimmenden winter­grünen Bulten, Sumpfsegge (C. acuti­fomis), Schlank-Segge (C. gracilis), Ästiger Igelkolben (Sparganium erec­tum), Sumpf-Pippau (Crepis paludo­sa), Echte Schlüsselblume (Primula elatior), Blut-Ampfer (Rumez sangui­neus) und besonders die vier mit ho­her Deckung vorkommenden Schachtelhalmsippen Riesenschach­telhalm (Equisetum telmateia; Rote Liste NRW), Sumpfschachtelhalm (E. palustre), Teichschachtelhalm (E. flu­viatile), Strandschachtelhalm (E. x lito­rale). Innerhalb der Buchenwälder sind an einigen Stellen Polster vom Moschuskraut (Adaxa moschatellina), Bärlauch (Allium ursinum) und dem Buschwindröschen (Anemone nemo-rosa) w finden. An einigen wenigen Stellen des Tales wächst der seltene Zweigholunder (Sambucus ebulus). Nachtigall, Feuersalamander und Carabus

Wird zwar aus vegetationskundlicher Sicht das Berger Tal zu den Raritäten im Ruhrgebiet gezählt, so lassen die vergleichsweise jüngeren jedoch in­zwischen regelmäßigen Erhebungen der Vogelwelt, der Amphilienfauna sowie von Teilen der Lautkäferzönose keine derartig eindeutige Beurteilung Tu.

Inzwischen konnten 67 Vogelarten nachgewiesen werden, von denen

mehr als drei Viertel als Brutvögel einzustufen sind. Hierbei ist besonders erfreulich, daß innerhalb der unter­scheidbaren nahrungs- und nistökolo­gischen Gilden im Berger Tal sowohl Insektenfresser als auch Boden- und Krautschichtbrüter, die in Großstäd­ten im Regelfall unterrepräsentiert sind, am stärksten hervortreten! Frei­lich müssen hier auch die insgesamt 10 Rote-Liste-Arten (Rote liste NRW) erwähnt werden, die sich jeweils zur Hälfte auf den Brutvogel- und den Gastvogel-Status verteilen (siehe Ta­belle 1).

Mit derzeit noch sieben (bis vor weni­gen Jahren acht) Amphibienarten zählt das Berger Tal innerhalb des

Großraumes Bochum zu den arten­reichsten Biotopen (siehe Tab. 1). Es sei hier einmal mehr darauf hingewie­sen, daß alle Amphibienarten unter Naturschutz stehen.

Auch die Laufkäfer müssen sich mit bisher nachgewiesenen 38 Arten nicht verstecken. Die Zahl wird sich voraus­sichtlich noch vergrößern, wenn die bisher aus methodischen Schwierig­keiten gemiedenen Feuchtstandorte näher untersucht werden.

Dieses scheinbar rosige Bild erhält je­doch einen unverhofften Dämpfer, wenn berücksichtigt wird, daß in allen drei Tiergruppen die wirklich großen Seltenheiten, die Spezialisten mit ih­ren eigenwilligen Ansprüchen bisher ausgeblieben sind. Generalisten und Allerweltsarten überwiegen. Ursache hierfür ist einerseits die Kleinflächig keit der Landschaftselemente des an­sonsten durchaus positiv zu bewer­tenden Strukturreichtums. Anderer­seits ist eine weitere Ursache in der bereits erwähnten Verinselung zu su­chen. In solcher Art strukturierten Biotopen ist auch die hohe Artenviel­falt eher als ein Nachweis für die Stö­rung des ökosystemarmen Gefüges aufzufassen. Statt auf einem festen Ar­teninventar, beruht die Mannigfaltig­keit auf einem sog. Arten-Turnover mit hoher Fluktuation. Biotopgebun­dene Populationen werden deshalb nur selten ansässig. Erfolgt dennoch eine Ansiedlung, ist diese, aufgrund des ausbleibenden genetischen Aus­tausches mit Nachbarpopulationen - als unausweichliche Folge der Verin­selung - über kurz oder lang gefähr­det.

 

"Rettet die Riesenschachtelhalme" - Ein Schulprojekt

 

Mehr und mehr spricht sich die Eigenart des Berger Tales herum und lockt in zunehmendem Maße natur­kundlich Interessierte, das Gebiet auf­zusuchen. Regelmäßig ist es nun inzwischen Bestandteil von Lehr- und Forschungsplänen. Diesbezüglich sei­en nur kurz die botanischen Exkursio­nen der VHS-Bochum sowie die lim­nologischen Exkursionen der BUND­Kreisgruppe Bochum erwähnt. Hier nun möchten wir etwas näher auf Beispiele aus der Schulpraxis einge­hen.

 

Nahe der Tippelsberger Mühle erstreckt sich das Quelltal des Dorne-burger Baches bzw. Mühlenbaches. Ehemals Viehweide, war es nun schon viele Jahre sich selbst überlassen. Es verriet sich durch die Topographie, die Wasserführung, die Bodenbedingungen und durch einzelne Zeigerarten als potentieller Quellwaldstandort. Was läge näher, als der Gedanke der Renaturierung. Aus Gesprächen mit Biologielehrern der Heinrich von Kleist-Schule ging 1987 die Initiation eines Langzeitprojektes hervor (vgl. Abb. 4); Herr Sopcak (H.V.K.), Herr Mauer (Forstverwaltung Stadt Bochum) und einer der Verfasser (U.P.) erarbeiteten einen Maßnahmenkatalog, der auf die Wiederherstellung quellwaldtypischer abiotischer Faktoren abzielte.

 

Mit Hilfe von Oberstufenschülern wurden in mehreren Arbeitsabschnitten alte Entwässerungsgräben wieder verfüllt und mit Erlenpflanzungen ein Wiederausschwemmen der Gräben verhindert. Die Quellwasserführungen wurden so verändert, daß das Wasser wieder für eine gleichmäßige Durchfeuchtung des gesamten Erdreiches sorgen kann. Anschließend wurden auf ausgewählten Flächen die Bestände der konkurrenzstarken Großen Brennnessel (Urtica dioica) abgesenst und das Mähgut entfernt. Damit sollte dem sporadisch vorhandenen Riesenschachtelhalm zu einem Vorsprung verholfen werden, um sich zukünftig besser gegen die Brennessel durchsetzen zu können. Zum Abschluß wurden noch einzelne Erlen und Eschen gepflanzt, um das Entstehen einer schattenspendenden Baumschicht mit standortgerechten Gehölzen zu fördern. Anhand dieser Pflegemaßnahmen war eine ausgezeichnete Vertiefung der Unterrichtsreihe "Ökologie - Lebensraum Wald" möglich. Die gesamte Freilandarbeit war so aufgebaut, daß die Schüler die einzelnen Pflegemaßnahmen aufgrund ihrer zuvor im Unterricht erworbenen Kenntnisse selbst herleiteten und auch durchführten, was zu einem entsprechendem "inneren Bezug" zu den Aufgaben führte. In einem weiteren Projekt konnten 1990 Schüler der zehnten Klasse den Erfog dieser Aktionen dokumentieren. Beide beschriebenen Projekte zeigen, wie sinnvoll, wirkungsvoll und nutzbringend der Natur in der Stadt geholfen werden kann.

 

Eine wichtige Bemerkung noch zum Schluß: Wie wir braucht auch die Natur ihre Ruhe. Wir möchten diesen Artikel keinesfalls als Aufruf zum ungezügelten "Ökotourismus" verstanden wissen. Deshalb sollte bei Unternehmungen in Naturschutzgebieten - und seien es nur solche mit Exkursionscharakter -die Vorschrift beachtet werden, sich vorher bei den städtischen Behörden über die näheren Umstände zu erkundigen; wobei oftmals fachliche Hilfe vor Ort angeboten werden kann. Wertvolle Hinweise zu dem, was beobachtet werden kann, aber auch welche besonders empfindlichen Bereiche gemieden werden sollten, und Informationen über günstige bzw. ungünstige Zeiten für bestimmte Beobachtungen sind auch bei den jeweiligen Umweltschutzverbänden erhältlich.

 

Tab.l

Faunistische Eckdaten des Berger Tales:

 

1. Amphibien: Arten und Populationsgröße

Arten geschätzte Populationsgröße

Feuersalamander < 50 Individuen

Bergmolch 10 - 50 Individuen

Teichmolch 10 - 50 Individuen

Erdkröte > 1000 Individuen

Grasfrosch < 50 Laichballen

Grünfrosch vereinzelt

Geburtshelferkröte vereinzelt

Laubfrosch vermutlich ausgestorben

 

Daten nach THIESMEIER 1984 und 1987; aktualisiert nach BEZOLD 1988.

 

2. Carabiden: einige häufige Arten und deren Habitatbindung

euryöke Waldtiere: Abax ater

Pterostichus oblongopunctatus

Nebria brevicollis

Notiophilus beguttatus

euryökes Feldtier: Asaphidion flavipes

euryope Tiere: Pterostichus melanarius

Platynus assimilis

 

3. Vögel: Rote Liste Arten (Rote Liste NRW) und deren Status

Brutvögel: Gartenrotschwanz (vereinzelt)

Grünspecht (regelmäßig)

Hohltaube (Brutnachweis1991)

Kleinspecht (regelmäßig)

Nachtigall (regelmäßig)

Gäste oder Durchzügler: Erlenzeisig

Flußuferläufer

Graureiher

Pirol

Zwergtaucher

 

 

 

Anm.: Der hier wiedergegebene Text ist eine für unsere Erstausgabe veränderte und gekürzte Fassung von H.-C. Zehnter, U. Peters & F. Bezold (im Druck): Das Naturschutzgebiet Tippelsberg / Berger Mühle im Norden Bochums - Eine Einführung in naturkundliche Aspekte. Exkursionsführer im Rahmen der Lehrerfortbildung und des Symposiums "Ökologie im Ballungsraum'' veranstaltet vom Kommunalverband Ruhrgebiet, dem Verband Deutscher Biologen und dem Verband Deutscher Schulgeographen im Mai 1991. Symposiumsband

 

 

Literatur

Arbeitsgruppe Ethoökologie am Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie der Ruhr-Universität Bochum (seit 1987 jährlich): Ergebnisse von Bestandserfassungen der Avi-und Carabidenfauna im Berger Tal im Bochumer Norden.

Protokolle zur Lehrveranstaltung "Tierökologie in der Stadt".

Bennert, H.W. & K. Kaplan (1983): Besonderheiten und Schutzwürdigkeit der Ve-getation und Flora des Landschaftsschutzgebie- X-tes Tippelsberg/Berger Mühle in Bochum. Decheniana 136:5-14.

Bezold, F. (1988): Realisierungschancen einer Entwicklung und Sicherung von 'Biotopverbundsystemen' in großstädtischen Siedlungen, dargestellt am Beispiel der Stadt Bochum. Diplomarbeit, Geographisches Institut, Ruhr-Universität Bochum.

David, R.W. (1986): Vergleichende Untersuchungen zum Wasserhaushalt ausgewählter Feuchtwiesenarten. Examensarbeit, Lehrstuhl für Spezielle Botanik, Ruhr-Universität Bochum.

Fleuster, W., K Kaplan & M. Seil (1980): Feuchtgebiete im Ruhrgebiet und Probleme ihrer Erhaltung - Dargestellt am Beispiel Bochums. LÖLF-Mitteilungen 3:63-73.

Königes, T., B. Thiesmeier, D. Münch & D.
Bregula (1989): Die Amphibien und Reptilien des mittleren und östlichen Ruhrgebietes - Verbreitung, Bestand und Schutz der Herpetofauna im Ballungsraum. Dortmunder Beiträge zur Landeskunde. Beiheft 1:1-112.

Muri (1989): Renaturierung des Tontaubenschießstandes in Bochum-Bergen. Rückbau der "Stembergstraße" in Bochum-Riemke. Naturschutzprogramm Ruhrgebiet, S. 18-22.

Papajewski, W. (1982): Vegetationskundliche Untersuchungen schützenswerter Biotope im Bochumer Raum. Diplomarbeit, Lehrstuhl für Spezielle Botanik, Ruhr-Universität Bochum.

Peters, U. (1988): Pflanzenökologische und bodenkundliche Untersuchungen von Quellwaldstandorten in Bochum. Dissertation, Lehrstuhl für Spezielle Botanik, Ruhr-Universität Bochum; Cramer Verlag.

Peters, U. & E Peitzmeier (1989): Vergleichende Untersuchung der Schwermetallgehalte eines Erlen-Eschen-Quellwaldes im Ruhrgebiet (Bochum) und am Rand der Südeifel. Verhandlungen der Gesellschaft für Ökologie Band XVIII: 131 -138.

Wehlau, D. (1990): Biotopverbundplanung Bochum Hofstede-Riemke. Diplomarbeit, Studiengang Landespflege, Universität-Gesamthochschule Essen.

 

Impressum

Bochumer Zeitpunkte Beiträge zur Stadtgeschichte, Heimatkunde und Denkmalpflege Jahrgang 1, Heft 1 / 1991

 

Herausgeber:

Kortum-Gesellschaft Bochum e.V.

Vereinigung für Heimatkunde, Stadtgeschichte und Denkmalschutz

 

Redaktion:

Eberhard Brand, Dr. Hans H. Hanke, Peter Kracht;

Heft 1/91 in Zusammenarbeit mit Frauke Bezold, Hans W.Bimbel, Uwe Peters und Hans-Christian Zehnter

 

Verlag:

Peter Kracht - Verlag Limbeckstraße 24, 4630 Bochum 7 (Werne) Tel.: 0234/263327

ISSN 0940-5453

 

Für namentlich gekennzeichnete Beiträge sind die Verfasser persönlich verantwortlich.